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Information an alle Eltern! Entschädigung als Entgeltfortzahlung nach dem Infektionsschutzgesetz

Naunhof, 02.12.2020


Wenn ein Kind Kontakt mit einer positiv getesteten Person hat, wird nur das Kind - nicht aber die sorgeberechtigten Eltern - unter Quarantäne gestellt. In diesem Fall können Beschäftigte, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, eine Entschädigung nach § 56 Abs. 1 a IfSG erhalten. Das gilt für Eltern mit Kindern bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres und andere, die auf Hilfe angewiesen sind. Voraussetzung ist, dass keine anderweitige zumutbare Betreuung realisiert werden kann. Die Entschädigung wird längstens für 10 Wochen pro Elternteil in Höhe von 67 % des Nettoverdienstausfalls gewährt (begrenzt auf 2.016 Euro mtl.). Das gilt auch, wenn Kitas ganz durch behördliche Anordnung geschlossen werden.


Wenn das Kind selbst positiv getestet wurde, zählen die Eltern in der häuslichen Gemeinschaft als Kontaktperson der Kategorie I und werden somit auch unter Quarantäne gestellt. In diesem Fall gibt es eine Entschädigung für bis zu sechs Wochen gemäß § 56 Abs. 1 IfSG seitens des Arbeitgebers. Für die ersten sechs Wochen wird sie in voller Höhe des Nettoverdienstausfalls gewährt.

 

Wer stellt den Antrag?

Ist die erwerbstätige sorgeberechtigte Person

  • ArbeitnehmerIn, stellt den Antrag die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber.
  • Selbstständige oder Selbständiger, stellt diese den Antrag selbst.

 

Die Sorgeberechtigten weisen eine Entschädigung nach § 56 Abs. 1 a für den Verdienstausfall wegen der notwendigen Betreuung gegenüber ihrem Arbeitgeber durch die Allgemeinverfügung nach. Es werden keine Einzelbescheide erstellt.
Der Arbeitgeber zahlt den Lohn weiter und kann die Entschädigung innerhalb von zwölf Monaten bei der Landesdirektion Sachsen www.lds.sachsen.de,  E-Mail: beantragen.


Weitere Informationen auch zum Verhalten in der Quarantäne: www.landkreisleipzig.de/corona_virus.

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