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Erdmannshain - Zeitafel 

1200 
Während der Kreuzzüge - Errichtung einer romanischen Kapelle bzw. Kirche in Erdmannshain, wahrscheinlich als Befestigungs- oder Burgwart.

1272 
Erdmannshain wird erstmals urkundlich als Rittersitz erwähnt.

1349 
Im Lehnbuch des Land- und Markgrafen steht, daß Rudolfus et Guntherus de Bunow 
(Rudolf und Günter von Bünau) Herren u. a. über Erdmannshain sind.

1413 
Den Herren von Bünau, gesessen zu Erdmannshain, wird der Ort Eicha als Lehn übertragen.

1421 In Erdmannshain sind 15 Hofstellen besetzt.

1495 
Für die Gerichtsbarkeit in Erdmannshain ist Nickel Moller zuständig. Er ist ein verarmter Adliger, sein Rittersitz wird vermutlich sehr bescheiden gewesen sein. Erwähnung der Vermögensverhältnisse im Steuerregister der Landessteuer über Erdmannshain; 
18 Bauern, 3 Knechte, 4 Mägde. Das Dorfvermögen beläuft sich insgesamt auf 357 Gulden; 
pro Person: maximal 86 Gulden, minimal 3 Gulden

1497
Im Steuerverzeichnis erscheinen drei Bauern aus Erdmannshain, 
die relativ wohlhabend sind: Hans Müller, Martin Mockau und ein Benedictus 
Auf den anderen 12 Gütern herrschen Not und Armut.

1497 
Erwähnung von Ertmarshain (Erdmannshain) im Lehnbuch des Antoniter-Klosters Eicha.

1500 
Erwähnung eines sogenannten Butterweges über Naunhof-Erdmannshain-Leipzig.

1506 
Ertmarshain (Erdmannshain) wird im Lehnbuch derer von Wolframsdorf in Albrechtshain geführt.

1509 
19. Dezember: Die Kirche Ertmarshayn gehört als Filialkirche von Albrechtshain 
auch dem Präceptor zu Lichtenberg bei Prettin. Es soll ihm für alle Zeiten, 
verbunden mit der vollen Gerichtsbarkeit, zustehen.

1510 
Im Amtserbbuch von Grimma steht geschrieben:
Erdmannshain hat 9 Hufen und 12 besessene Mann, die im Durchschnitt 10 Gulden besitzen.

1510 
Als Grundherr der Erdmannshainer Wassermühle wird das Kloster Eicha aufgeführt. 
Die Mühle hat 2 Räder.

1514 
Die Erdmannshainer Bevölkerung bezieht ihr Bier aus Wurzen und Torgau.

1529 
Kirchenvisitation in der Erdmannshainer Kirche, wahrscheinlich durch Dr. Martin Luther.

1535 
Eintragung in den Gerichtsakten: Vitz Tanneberg aus Erdmannshain muß 10 Groschen Strafe zahlen, weil er sich mit einem Bürger aus Naunhof geschlagen hat. Hans Winter, auch ein Erdmannshainer, dagegen hat bei seinem Nachbarn ein Stück Wiese umgeackert, dafür muß er
ein Bußgeld in Höhe von 8 Groschen entrichten.

1536 
Erdmannshain kommt in den Besitz des kurfürstlich-sächsischen Rats- und Kammerherrn 
Hans von Ponikau, der auch Schloßherr von Pomßen ist.

1539 
26. Mai: Durchreise des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen, seines Bruders Johann Ernst, 
des Herzogs Franz von Braunschweig, sowie mehrerer bedeutende Theologen Dr. Martin Luther, Philipp Melanchthon, Justus Jonas, Caspar Cruciger durch Erdmannshain. Ihr Weg führt sie von Leipzig zum Zwischenaufenthalt ins Kloster Eicha und anschließend ins Schloß Grimma.

1547 
In Erdmannshain wohnen 26 besessene Mann und 15 Inwohner. Als nach der Reformation dem Teichsystem der Antonitermönche zwischen Erdmannshain und Eicha die Verwilderung droht, wird im Amtsbuch von Naunhof festgelegt, daß diese Fischgewässer gewartet werden sollen.

1548 
Als Grundherr der Erdmannshainer Wassermühle wird das St. Georg Hospital aufgeführt.

1618 - 1648 
Der 30-jährige Krieg wütet auch in unserer Gegend; die Einwohnerschaft von Erdmannshain ergreift zeitweise die Flucht und geht in die nahen Wälder. Besonders aber im Jahr 1632, als Holks Kaiserliche Hoheit meilenweit alles um Grimma verwüsten und 1637, als Torstensons Schweden es meilenweit um Leipzig tun, letzterer aus Wut über den Verrat des sächsischen Kurfürsten Johann Georg dem I.Erst der im Oktober 1648 geschlossene westfälische Frieden beendet auch die Leidenszeit der Erdmannshainer Bevölkerung.

1727 
Während der Amtszeit des Pfarrers Christian Harthung aus Albrechtshain findet 
ein weiterer Umbau der Erdmannshainer Kirche statt; die westliche und südliche Empore werden eingebaut. Vervollständigt werden diese Arbeiten durch den Einbau der Kanzel und einer verkleinerten alten Kopie von Rubens Antwerpner Kreuzabnahme. 
Bei der Behandlung der Kranken wird in vielen Fällen auf Erfahrung des österreichischen Nervenarztes Sigmund Freud zurückgegriffen. nach Naunhof bringen. Vorher wurde in Erdmannshain nur gebuttert. einverstanden ist, bestellt sich Herrn Emil Vogel aus Naunhof, der die Wühler mit Geduld ausrottet. Die Wetterfahne stammt vom Naunhofer Schlossermeister Fritz Rehm. Die Weiherede hält Pfarrer Dr. Volker Wagner aus Naunhof. 
Die Beschreibung der Geschichte Erdmannshains von 1930 bis 1991 wurde, neben anderen Dingen der Geschichte, in der Kugel untergebracht.
 Ortsdurchfahrt Erdmannshain Albrechtshain, Eicha und Erdmannshain an das öffentliche Personennahverkehrsnetz angeschlossen.
Frühjahr: Baum- und Sträucherpflanzung in der Gemarkung Erdmannshain durch die Mitglieder der Jagdgenossenschaft (Jagdbogen) Naunhof / Erdmannshain an den Feldrainen.
 Flammen auf.
27. September:  Die Erdmannshainer Kinder nehmen wieder ihren neu hergerichteten Spielplatz 
in Besitz.
Am 21. u. 22. Dez. führt der Heimatverein gemeinsam mit der Sachsenklinik bei starkem Frost 
u. herrlichem Winterwetter seinen traditionellen Weihnachtsmarkt durch. Der Weihnachtsmann kommt mit dem Pferdeschlitten.
 

1744 
Der Naunhofer Andres fungiert als Lehrer in Erdmannshain. Er hat insgesamt 40 Jahre das Amt inne.

1792 
In Erdmannshain gibt es 130 Einwohner.

1809 
Der Schulmeister aus Albrechtshain lehrt auch in Erdmannshain die Kinder, 
für jedes Kind bekommt er 6 Pfennige ausgezahlt.

1812 
Erbauung der Mühle in Erdmannshain. Die Jahreszahl ist im Schlußstein verewigt; 
sie ist als Reiffsche' Mühle bekannt.

1816 
Einrichtung eines eigenen Schulhauses in Erdmannshain. 
Wo bis zu diesem Zeitpunkt die Schule gehalten wurde, ist nicht nachweisbar.

1835 
Erbauung des Gemeindehauses in Erdmannshain, neben dem Kirchhof. 
Damit bekommt der Gemeinderat ein eigenes Gebäude.

1839 
3. August: Inbetriebnahme der Windmühle auf Erdmannshainer Flur 
durch den Windmühlenbesitzer, Johann Christian Wolf aus Dürrweitzschen. 
Er teilt es an diesem Tag dem Dietzschen Gericht zu Pomßen mit.

1845 
15. Januar: Die Erdmannshainer Nachbarn und Gutsbesitzer treffen sich in der Gemeindestube ihres Gemeindehauses zwecks Grundstücks abzustimmen. Man einigt sich über den Verkauf 
und für 2000 Taler wechselt das Grundstück den Besitzer. Schmiedemeister Carl Friedrich Bachmann aus Engelsdorf erwirbt das vorher zum Gemeindebesitz gehörende Grundstück, 
mit all seinen Pflichten und Rechten. Im Kaufvertrag muß er aber weiterhin dulden, daß u.a. 
in dem Gebäude die Zusammenkünfte des Gemeinderates unentgeltlich durchgeführt werden. Desweiteren muß er gestatten, die Aufbewahrung des Gemeindearchives in den oberen Räumen, sowie die Bereitstellung von Stühlen und Tischen zu den Gemeinderatssitzungen zu garantieren. Außerdem liegt auf dem Haus die Reinschankbefugnis, die auch zu beachten ist.

1877 
6. Februar: Gründung des Landwirtschaftlichen Vereins von Erdmannshain und Umgegend 
mit 15 Mitgliedern. Zusammensetzung des Vorstandes: 
1. Vorstand: Carl Händel, Gutsbesitzer 
Schriftführer: Heinrich Runge, Gutsbesitzer
Kassierer: Ernst Bernstein, Gutsbesitzer
Der Verein wird mit dem Ziel gegründet, sich gegenseitig mit Saatgut und anderen Dingen zu unterstützen.

1878 
Der Verein hat bereits 31 Mitglieder; er erzielt einen gemeinschaftlichen Warenumsatz 
von 1461,- Mark und 34 Pfennigen. Man feiert den ersten Vereinsball am Kirmestag, im alten Gasthof.

1881 
13. April: Auf Anregung des Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Vereins von Erdmannshain und Umgebung wird eine Viehversicherung für Todesfälle bei Rindvieh eingeführt, dadurch erhält der Verein einen Zuwachs von 20 Mitgliedern aus Fuchshain und Ammelshain

1884 
31. Januar: Gründung des Jugendvereins "Teutonia" in Erdmannshain.

1884 
12. Oktober: Einige bauliche Reparaturen werden an der Kirche Erdmannshain während der Amtszeit des Pfarrers B.-Th. Wiesdorf aus Albrechtshain durchgeführt. Der Turm erhält eine neue Turmspitze, die bisherige Haube, Fahne und Knopf werden abgenommen und neu bearbeitet.

1888 
17. April: Einweihung des Gasthofes durch den Wirt und Besitzer Johann Carl Friedrich Rüdiger (das Gebäude steht heute noch).

1891 
Aus dem Landwirtschaftlichen Verein Erdmannshain und Umgebung wird ein Spar-, Kredit- und Bezugsverein, in Form einer eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht gegründet.

1891 
In Erdmannshain wird ein Verein für Obst-, Gartenbau und Bienenzucht gegründet.

1893 
Die Gemeinde Erdmannshain richtet ein Bittgesuch an die Königliche Landesregierung Dresden zwecks Anschluß ihres Ortes an die Eisenbahnstrecke Borsdorf-Naunhof-Grimma. Sie erhofft sich dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieses Bittgesuch wird in den Jahren 1895, 1897 und 1899 wiederholt, aber leider mit negativen Erfolg.

1894 
10. Juni: Brand beim Gutsbesitzer Teichert. Wohnhaus und Stallgebäude brennen ab und 3 Rinder, 2 Schweine sowie alles Federvieh kommen dabei um.

1896 
In dem 1892 erbauten Haus Nr. 1 in Erdmannshain wird eine Privatheilanstalt für Nerven- und Gemütskranke eingerichtet.

1896 6. Mai: Die Feuerwehr von Erdmannshain wird zu einem Brand nach Naunhof gerufen. Das Höhnemannsche Gut in der Badergasse, heute Bauer Schneider, steht in hellen Flammen.

1896 16. Juni: 
Eröffnung der Posthilfsstelle Erdmannshain.

1898 
Als letzter Müller ist in Erdmannshain Herr Reiff bekannt. Er war in Erdmannshain 
so beliebt, daß man einen Vers über ihn schreibt, der folgenden Wortlaut hat:
Einst hatten wir ein Mühlenrad
wo Reiff uns mahlte Schrot
und dazu noch das gute Mehl 
woraus wir buken Brot.

1898 
Gründung einer Pferdeversicherungsgesellschaft in Erdmannshain, 
welche durch gegenseitige Beihilfe die Mitglieder unterstützen soll. 
1902 waren in ihr 500 Landwirte aus 70 Ortschaften mit ca. 1200 Pferden 
in den Analen der Gesellschaft verzeichnet.

1900 
Ein schönes schmiedeeisernes Jugendstil-Tor wird für den Kirchhof Erdmannshain 
angefertigt und eingebaut.

1900 
Der Spar-, Kredit- und Bezugsverein zu Erdmannshain öffnet seine Pforten auf dem Gelände des heutigen Baumarktes in Naunhof.

1901 
Der Wirt des Gasthofes Erdmannshain, Oswald Bille, gibt bekannt, daß bei ihm ein großes Eis- und Festkonzert auf der spiegelglatten, breiten Bahn der Parthe, von der Brücke bis zur Mühle, stattfindet. Er empfiehlt dabei seinen Grog, selbstgebackene Pfannkuchen und warme Würstchen.

1901 
26. Februar: In der privaten Heilanstalt für Nerven- und Gemütskranke in Erdmannshain verstirbt Albin Weisbach. Er war Professor für Mineralogie, Kristallographie und Physik an der Bergakademie zu Freiberg in Sachsen. In der Bergstadt erinnert heute noch u. a. der Weisbachbau, als Gebäude der Universität, an seine Person.

1902 
Nach einer Erweiterung der "Anstalt" übernimmt Herr Dr. Max Lustig diese Einrichtung.

1905 
Die Gemeinde Erdmannshain erhebt zusammen mit anderen Ortschaften gegen die Stadt Leipzig Klage wegen des rapide gesunkenen Grundwasserspiegels in der Naunhofer Gegend. Gleichzeitig richtet sie ein Bittgesuch an die königliche Landesregierung zwecks Beistand in dieser Angelegenheit. Ein besonderer Grund des Protestes war auch die zusätzliche Vergeudung des Naunhofer Wassers in Leipzig, man besprengt die Straßen und Plätze der Messemetropole mit 
dem kostbaren Naß. Um der Absenkung des Grundwasserspiegels zu begegnen, wollte man ursprünglich das Flußbett der Parthe zwischen Lindhardt und Erdmannshain mit Beton befestigen, damit der Durchfluß nicht mehr im Untergrund versickert.

1909 
11. Januar : Der kaiserlich russische Oberstleutnant a. D. Alexis von Krusenstjerna stirbt 
in der privaten Heilanstalt Erdmannshain und wird auf dem Alten Friedhof in Naunhof beigesetzt. 
Er ist am 18. März 1859 in Rußland geboren, war zuerst Kammerpage am Zarenhof, dann hochangesehener Offizier in Rußland, danach schwedischer Staatsbürger.

1911 
Dr. med. Georg Anhalt kauft die private Heilanstalt für Nerven- und Gemütskranke bzw. das Sanatorium in Erdmannshain. Dr. Anhalt erwarb seine Kenntnisse durch die Arbeit in der 
Heilanstalt Dösen und als zweiter Arzt und stellvertretender Leiter des Kurhauses Bad Nassau. Später erwarb die Anstalt Sanitätsrat Dr. Lehmann.

1914 - 1918 
Für die vier gefallenen Soldaten aus Erdmannshain wird eine Gedenktafel in der Kirche eingeweiht.

1920 
Der Besitzer des Gasthofes, Eduard Willy Krause, unterhält in seinem Haus die Poststation verbunden mit einer Fernsprechstelle.

1920 - 1929 
Der Gemeindediener Otto Winkler bringt seine Aufträge lautstark unter seine Mitmenschen.

1925 
Ab diesem Jahr spielt die Kapelle Fritz Blohm aus Naunhof im Gasthof Erdmannshain zum Tanz. Der Besenwalzer, der Kußwalzer und auch den Schlittschuhlauftanz gibt man zum Besten. Zum Abschluß führt eine feierliche, aber auch lustige Polonaise über die Parthenbrücke in den nahen Wald. Jedes beteiligte Pärchen beleuchtete sich dabei gegenseitig mit brennenden Fackeln.

1926 - 1928 
Anschluß der Elektro-Leitung von Erdmannshain an die Fernleitung Engelsdorf-Naunhof-Grimma.

1929 
Erdmannshain hat 243 Einwohner. Der Gemeinderat besteht aus folgenden Personen: 
Bürgermeister Alwin Stein
stellv. Bürgermeister Otto Bernstein
Ortsrichter Hermann Pöge

1929 
Die Damen Clara Wadewitz, Dora Just, Else Hussel und Ilse Bernstein aus Erdmannshain verschönen viele Vereinsvergnügen im Gasthof, aber auch im Freien durch ihren Gesang. 
Sie spielen auch im Gesangverein Concordia in Naunhof eine große Rolle.

1932 - 1976  
In Erdmannshain wohnt der Maler und Graphiker Reinhold Geidel. 
Er ist als Mitarbeiter am großen Deutschen Brockhaus tätig. Bilder, Gemälde, Buchumschläge Linolschnitte, Zeichnungen und Graphiken der Ferne und seiner Wahlheimat, sind sein Schaffen.

1933 
Erdmannshain hat 246 Einwohner. Bürgermeister von Erdmannshain ist Alwin Stein.

1935 
Kauf einer Turmuhr durch die Erdmannshainer Bürger für ihre Kirche. 
Herr Uhrmachermeister Martin Pönack aus Naunhof hat die Angelegenheit vermittelt.

1936 
Die Bauern von Erdmannshain müssen zum ersten Mal ihre Milch zum Milchhaus

1938 
Der Geheimrat Dr. med. Ludwig Külz stirbt in Erdmannshain 
(sein Bruder Dr. Wilhelm Külz ist ein bekannter sächsischer Politiker).

1939 - 1945 
Im Saal des Gasthofes Erdmannshain befindet sich ein Lager für Kriegsgefangene (Franzosen), 
die überwiegend in der Landwirtschaft tätig sind.

1939 - 1945 
Für die 29 gefallenen Soldaten aus Erdmannshain wird nach dem Krieg 
eine Gedenktafel in der Kirche eingeweiht.

1943 
20. Oktober: Schwerer Luftangriff auf Erdmannshain, 4 Häuser werden total zerstört.
Es gab vier Tote. Die übrigen wohnungslosen Einwohner wurden vorrübergehend
in der Turnhalle und in der Siedlung von Naunhof untergebracht.

1945 
Der Kunstmaler Major und der Holzbildhauer Rudolf Kotschy wohnen in Erdmannshain. 
Herr Kotschy schnitzt viele Kunstwerke für die Einwohner von Erdmannshain und Umgebung.

1945 
Einzug der US-Amerikaner in Erdmannshain. 
Die ehemalige Anstalt wurde als Wohnraum beschlagnahmt. 
Brand einer Feldscheune in Erdmannshain. 
Die US-Amerikaner hatten sie vorher mit Leuchtspurmunition beschossen.

1945 - 1946 
Diphtherie-Epidemie in Erdmannshain.

1950 
Die Eigenständigkeit von Erdmannshain geht zu Ende, und die 390 Einwohner 
des Ortes werden Bürger der Stadt Naunhof. 
Erdmannshains letzter Bürgermeister war der Berufsmusiker Wenzel Schwarz. 
Die Erdmannshainer Kinder gehen fortan nach Naunhof zur Schule. 
Vorher besuchten sie das sogenannte Ochsenseminar in Eicha.

1954 
Wer bis zu diesem Jahr in Erdmannshain mit unerwünschten Maulwürfen nicht

1960 
Zwangsweiser Zusammenschluß aller Bauern zur 
Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in Erdmannshain.

1968 
Unter Mithilfe der gesamten Bevölkerung wird die neue Wasserleitung verlegt und installiert, 
dadurch gehören die Brunnen für das köstliche Naß der Vergangenheit an.

1980 
8. Juli: Eröffnung der Konsumverkaufsstelle im ehemaligen Gasthof.

1983 
Anlegung von einigen Grünflächen im Ort, u.a. am Friedhof und Gasthof (Blumen, Koniferen).

1984 
Das Erdmannshainer Original Karl Haberland verstirbt in seinem Heimatort. 
Er unterhielt in Leipzig einen umfangreichen Neuheitsvertrieb.

1987 
Für den 2x in der Woche verkehrenden Busverkehr errichtete man 
eine Bushaltestelle mit Wartehäuschen.

1988 
Erdmannshain hat 160 Einwohner.

1989 
Beginn der Rekonstruktion der Kirche; Befreiung von Bewuchs, Erneuerung des Turmgebälks. 
Der Turm wird mit Kupfer beschlagen (während der Amtszeit von Pfarrer Dr. Volker Wagner aus Naunhof).

1991 
15. Mai: Gründung des Heimat- und Ortsvereines Erdmannshain e.V.
Vorsitzender: Wolfram Just, Stellvertreter: Rainer Andreas, 
Schriftführer: Dr. Wolfgang Kraft und Stellvertreter, 
Revision: Horst Zuchhold, Finanzen: Christa Große
Der Verein bemüht sich um die Heimatpflege und um allgemeine interessante Probleme des Ortes.

1991 
23. Juni: Turmbekrönung der Erdmannshainer Kirche. Im Beisein vieler Gäste wird eine vergoldete Kugel und eine vergoldete Wetterfahne auf die Kirchturmspitze gesetzt. Die vergoldete Kugel ist ein Werk des Klempnermeisters Protze aus Döbeln.

1991 
17.-18. August: Das Ortsfest findet großen Anklang bei den Gästen aus nah und fern. 
Clown Hooy, das Luftballonweitfliegen und die Ponykutschfahrten begeistern die Kleinen. 
Der frisch gebackene Kuchen der Erdmannshainer Hausfrauen wird ebenso wie der Wildschweinbraten der Firma Höhnemann aus Naunhof mit Begeisterung verspeist. 
Den Abschluß bildet ein Lampionumzug.

1991 
Dezember: Erstellung der Baudenkmalliste für Erdmannshain (14 Denkmäler).

1993 
30. November: Formeller Baubeginn bzw. erster Spatenstich der Rehabilitationsklinik in Erdmannshain. Das künftige 300 Betten Haus soll fast ebensoviel Arbeitsplätze schaffen 
und wird bis 1995 fertiggestellt sein.

10. Dezember: Baubeginn des Radweges zwischen Erdmannshain und Naunhof.

1994 
- Erdmannshain hat 149 Einwohner, 78 männlich und 71 weiblich.
- Entstehung des neuen Wohngebietes zwischen Erdmannshain und Eicha.
- 20.06 -30.09.: Erdgasverlegung in Erdmannshain, einschließlich der Hausanschlüsse.
- Durch die Eingemeindung der Orte Eicha u. Albrechtshain zu Naunhof wird zur Kommunalwahl 
ein Ortschaftsrat Erdmannshain, Eicha, Albrechtshain gebildet. Erdmannshain wird vertreten durch Wolfram Just, Ortsvorsteher, Ute Gutsche und Wolfgang Stein.

1994 
November: Richtfest der Reha-Klinik in Erdmannshain

1995 
29. April: Herr Roland Buchheim aus Erdmannhain stellt in der Gaststätte "Sonnenschein" in Naunhof anläßlich des 1. Landeszüchtertages Sachsens eine farbenprächtige Kubaamazone zur Schau. Er ist gleichzeitig der Organisator dieser Veranstaltung.

1995 
31. Juli: Einführung neuer Straßennamen in Erdmannshain:

Eichaer Straße, Dieselstraße, Alte Fuchshainer Straße, 
Am Dammteich, Am Rehwinkel, Zur Plagbreite

1995 
14. September: Die ersten Patienten treffen in der neu eröffneten Reha-Klinik ein. Sie wird künftig SACHSEN-KLINIK Naunhof / Ortsteil Erdmannshain heißen und 100 Menschen Arbeit bieten.

1996 
9. Januar: Der Erdmannshainer Friedhof bleibt erhalten. 
Bürgermeister Uwe Herrmann setzt sich dafür ein.

1996 
5. Februar: Mit der Umverlegung der Linie U der Leipziger Verkehrsbetriebe werden

1996 
9. April: Der Neubau des Fuß- und Radweges von Erdmannshain bis Ortseingang Eicha wird begonnen. Nach Fertigstellung besteht eine durchgehende Fuß- und Radwegverbindung von Albrechtshain bis nach Naunhof.
In der Nacht vom 26.09. zum 27.09. geht der ehem. Gasthof Erdmannshain in

1997 
- Februar: Neuaufbau der Alten Mühle in Erdmannshain. 
In ihr soll später eine Gaststätte eingerichtet werden.
- Die Erdmannshainer Dorfstraße wird erneuert. Die Fußwege werden mit Betonpflaster belegt.
- Im Dezember wird die Ergänzungswahl zum Ortschaftsrat durchgeführt. Frau Sylvia Tarlatt, 
Herr Jan-Walter Heikes und Herr Wolfgang Sokoll werden gewählt.

 Quellenverzeichnis

1 ) Muldenspiegel 09. Mai 1994

2 ) Naunhofer Nachrichten 27. März 1995

3 ) Naunhofer Nachrichten Juni 1990

4 ) LVZ 29. Juni 1991

5 ) Der Rundblick - Heimatkundliches Lexikon, Band 1 1970

6 ) Der Fürstenzug zu Dresden 1989

7 ) Rundblick - Information, Naunhof - Brandis 1983

8 ) Chronik von Naunhof und Umgebung von Pfarrer Schulze 1898

9 ) 725 Jahre Wolfshain 1995

10) Leipzig 1813 1953

11) Muldenspiegel 03. Juli 1995

12) Muldenspiegel 03. Dezember 1993

13) Kirchennachrichten der Ev.Luth. Gemeinden Naunhof - Klinga - Erdmannshain

Februar - März 1990

Februar - März 1991

Juni - Juli 1991

14) LVZ 23. August 1991

15) Naunhofer Nachrichten 12. Januar 1996

16) Rundblick - Jahrbuch 1995

17) Völkerschlacht bei Leipzig 1813, 1984

illustrierte historische Hefte

18) Naunhof - Das Besondere bei Leipzig 1993/1994

19) Völkerschlachtdenkmal Leipzig 1973

20) Wehrkirche Pomßen 1995

21) Rundblick - Parthendörfer, Steinbrüche, Autobahnseen 1993

22) Parthestadt Naunhof 1994

23) Brandis - Geschichte einer sächsischen Kleinstadt 1996

24) Grenzfluß Mulde, Sax - Verlag 1995

25) Mitteilungen des Landesvereins Sächs. Heimatschutz 01/1996

26) Das Leipziger Land im Großen Deutschen Bauernkrieg 1975

27) Das Amt Grimma 1485 - 1548 von Dr. Uwe Schirmer 1996

28) Naunhofer Heimatblatt Juni 1929

29) Die Geschichte des Landwirtschaftlichen Vereins von 1902

Erdmannshain und Umgebung, gedruckt bei Günz und Eule Naunhof

30) Dietz - Geschichtskalender Akademie der Wissenschaften 1988

der DDR, Institut für Allgemeine Geschichte

31) Der Brockhaus in einem Band 1994

32) Naunhofer Nachrichten 14. August 1995

33) Naunhofer Nachrichten 15. Mai 1995

34) Erinnerungsschatz der Erdmannshainer Herren: 1988

Martin Händel, Arthur Stein und Wolfram Just



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