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Wasserwehr soll personell auf die Beine gestellt werden.

Hochwasser 2013

Hochwasser 2013: Blick von Eicha in Richtung Naunhof. Der ursprüngliche Verlauf der Parthe entlang der Baumallee war nicht mehr erkennbar. (Foto: Ulrich Altner)

Mit der Frage, wie sich die Wasserwehr weiterentwickeln soll, beschäftigte sich der Grundsatzausschuss in seiner Sitzung am  2. Februar.

Dem ging folgende Entwicklung voraus: Seit Dezember 2008 gilt für Naunhof, Belgershain und Parthenstein mit allen Ortsteilen eine einheitliche Wasserwehrsatzung. Kommt Hochwasser, so ruft der Naunhofer Bürgermeister den Einsatzfall aus. Er stellt dann eine Wasserwehr auf, welche im Wesentlichen aus den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung besteht – so die Theorie.

Praktische Erfahrungen kamen dann mit den Hochwassern 2010 und 2013. Eine Wasserwehr, welche auf dem Papier steht, ist noch lange nicht einsatzbereit. Insbesondere beim Hochwasser 2013 fehlte das Personal. Sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte der örtlichen FFW waren mit ihrer Einsatztechnik im Katastropheneinsatz an der Mulde gebunden – über mehrere Tage. Während hier die Parthe überlief, war nur Mindestbesetzung in der Feuerwehr vorhanden. Die wenigen verbliebenen Kameraden konnten keine anderen Aufgaben übernehmen. Also musste improvisiert werden. Es gelang, die betroffenen Bewohner rechtzeitig zu warnen und zu informieren. Technische Hilfsmittel, insbesondere hunderte gefüllte Sandsäcke, wurden ausgereicht und waren rechtzeitig an Ort und Stelle. Geleistet wurde dies von Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie des städtischen Bauhofes. Geschult im Umgang mit der Ausrüstung war niemand.

Ende 2015 wurde die Sachausstattung der Wasserwehr komplettiert. Die städtische Wasserwehr verfügt nun über eine vernünftige Ausrüstung entsprechend der Länge der Parthe im Naunhofer und Parthensteiner Gebiet. Auch die Alarmierungsunterlagen wurden aktualisiert, und der Hochwasserpegel in Albrechtshain erhielt neue Hochwasserwarnstufen.

Aufgrund vorgenannter Erfahrungen stellt der städtische Brandschutzbedarfsplan 2016 klar, dass die Feuerwehr hier keine Aufgaben der Wasserwehr wahrnimmt. Damit ist nun  die Wasserwehrsatzung zu ändern. Ziel ist die Aufstellung einer ehrenamtlichen Wasserwehr mit etwa  7 bis 15 Mitgliedern unter einer Leitung. Die Wasserwehr hat laut Wasserwehrsatzung insbesondere  folgende Aufgaben:

-          Abwehr von Gefahren durch Hochwasser, Eisgang und Überschwemmungen

-          Bereithaltung der dafür notwendigen technischen Ausstattung für den Einsatzfall

-          Information der Bevölkerung über Hochwassergefahren

-          Warnung der Bevölkerung entsprechend der Alarm- und Einsatzpläne

Dies ersetzt nicht die notwendige Eigenvorsorge der Eigentümer, welche ein Grundstück in der Nähe eines Gewässers haben. Wer nicht oder nicht genügend vorsorgt, dem fehlt im Falle eines Hochwassers der Schutz. Die Wasserwehr leistet für vom Hochwasser Betroffene im Rahmen des Möglichen Hilfe zur Selbsthilfe. Fehlenden Schutz privater Grundstücke durch unterlassene oder unzureichende Eigenvorsorge kann und wird die Wasserwehr nicht ersetzen, denn das ist nicht ihre Aufgabe.


Ja, zu Naunhof


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